Als Apple seine Pläne bezüglich einer fest installierten SIM Karte im kommenden iPhone 5 vorgestellt hat, gab es einige Mobilfunkanbieter, die schon vom Start weg gegen die Pläne von Apple Sturm gelaufen sind. Dass das Thema der installierten SIM Karte im iPhone 5 solch hohe Wellen schlagen würde, das hat man bei Apple scheinbar nicht erwartet, weshalb man seine Pläne jetzt ein wenig anders zu formulieren scheint.

Apple verzichtet wohl auf fest installierte SIM Karte

So will Apple allem Anschein nach darauf verzichten, eine fest installierte SIM Karte in seinem iPhone 5 zu integrieren. Die Mobilfunkanbieter hatten nämlich damit gedroht, das Apple iPhone nicht länger verkaufen zu wollen, wenn sich Apple zu dem Schritt der fest installierten SIM Karten entscheiden sollte.

Da Apple aber darauf angewiesen ist, den verschiedenen Mobilfunkanbietern Kapazitäten abkaufen zu können, hat der angedrohte Boykott wohl gewirkt und zu einem Umdenken geführt. Denn ohne Kapazitäten hätte Apple sein iPhone 5 zwar mit einer fest installierten SIM Karte, aber ohne Unterstützung eines bestimmten Netzes verkaufen können.

Damit hätte Apple kein Geld machen können, da ein Smartphone ohne Funktionen wie Telefonie, SMS-Versand oder mobiles Internet nicht einmal die Hälfte wert ist. Somit scheint sich zumindest das Gerücht dementieren zu lassen, laut dem Apple machen kann was es will, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.

Vorteil für Mobilfunkanbieter

Bedingt durch den Verzicht auf das Nutzen fest installierter SIM Karten haben die Mobilfunkanbieter wieder alle Trümpfe in der Hand, da diese vorgeben können, in welchen Tarifen und zu welchem Preis man das Apple iPhone 5 mit Vertrag wird kaufen können. Gerade bei den großen Mobilfunkanbietern in Deutschland hat man in der Vergangenheit gesehen, wozu dies führen kann.

Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Telekom zum Beispiel durch die Konkurrenz durch Vodafone, o2 und diverse Prepaid Discounter ein günstigeres Preisniveau für das Apple iPhone 5 schaffen wird. Sollte das nicht der Fall sein, dann könnte dieser Umstand auch mit Nachteilen für Apple behaftet sein.

Nachteil für den Nutzer

Zunächst einmal hat aber der normale Nutzer das Problem der möglichen hohen Kosten beim Kauf eines iPhone 5 über einen Mobilfunkanbieter. Schließlich ist man als Kunde davon abhängig, was die Mobilfunkanbieter mit dem iPhone 5 preislich gesehen anstellen möchten. Zumindest dann, wenn man sich sein neues iPhone nicht aus dem Ausland bestellen will.

Für den Nutzer als solchen wäre der Vertrieb direkt über Apple um einiges lukrativer gewesen, da man sich so hätte einen (Prepaid) Tarif aussuchen und diesen günstig über Apple beziehen können. Da die verschiedenen Mobilfunkanbieter Apple aber einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, muss man abwarten, wie die Preise für das iPhone 5 im Allgemeinen ausfallen werden.

Fazit: Mit dem geplant mutigen Schritt hätte Apple eine kleine Revolution im Bereich der Mobiltelefonie schaffen können, wenn da nicht die Mobilfunkanbieter gewesen wären. Diese kann man auf der einen Seite natürlich verstehen (das iPhone ist ein Millionengeschäft), auch wenn es für den typischen Nutzer positiver gewesen wäre, wenn Apple die Möglichkeit bekommen hätte, seine Planung bis zum Schluss in die Tat umzusetzen.


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