Wer auf ein Smartphone mit Google Android OS setzt, der kennt bestimmt das Gefühl, wieder einmal auf ein neues Systemupdate warten zu müssen. Anders als beispielsweise beim Apple iPhone gibt es die Updates nicht zentral angeboten, sondern vielmehr müssen die einzelnen Hersteller der Smartphones selbst für eine Anpassung der jeweiligen Updates an die eigene Benutzeroberfläche sorgen, was die Wartezeit stark verlängern kann.

Update auf Google Android 2.3.3 Gingerbread für das HTC Desire im Anflug

Auch das etwas ältere HTC Desire sollte eigentlich mit einem Update auf Google Android 2.3.3 Gingerbread ausgestattet werden, doch ziemlich überraschend gab man bei Hersteller HTC bekannt, dass man das Update nicht liefern könne, da die Leistung des Desire nicht ausreichen würde, um das Update zur Verfügung zu stellen.

Nach einem Hagel der Kritik seitens der Kunden gab man bei HTC dann aber wieder Entwarnung, sodass das Update auf Android 2.3.3 Gingerbread doch erfolgen soll. Und das sogar schon ziemlich zeitnah, weshalb es verwundert, dass man bei HTC erst davon ausging, kein Update liefern zu können.

HTC Desire als Paradebeispiel für Android-Probleme

Auch wenn diese kleine Verwirrung mit internen Abstimmungsproblemen zu tun haben mag, zeigt es dennoch die Probleme, die das Android OS besitzt. Denn auf Updates warten die Nutzer nun mal nicht gerne, zudem heißt es bei jedem Update bangen und zittern, ob das eigene Smartphone überhaupt unterstützt wird oder eben nicht.

Gerade dann, wenn man ein Gerät besitzt, das nicht der aktuellen Generation angehört, ist es oftmals so, dass man auf ein Update verzichten oder ein neues Smartphone kaufen muss. Dass das für viele Nutzer weder finanziell noch willenstechnisch möglich ist, das liegt ganz klar auf der Hand.

Android 2.3 Gingerbread und Android 3.0 Honeycomb sollen zusammengeführt werden

Aus diesem Grund ist es auch erfreulich zu hören, dass man bei Google plant, die beiden Android-Varianten 2.3 Gingerbread und 3.0 Honeycomb zusammenzulegen und daraus Google Android Ice Cream Sandwich zu machen. Somit dürften erst einmal die Unterschiede zwischen Smartphones und Tablets beseitigt werden.

Eine Lösung für das oben angesprochene Probleme im Segment der Smartphones ist es aber nicht. Deshalb sollte man sich bei Google auf jeden Fall etwas einfallen lassen, wie man die Nutzer in puncto Update-Politik zufriedenstellen kann. Denn sollte sich eine gewisse Zufriedenheit nicht einstellen können, dann könnte es gut sein, dass die Interessenten lieber auf das Apple iOS (oder auch das Windows Phone 7 OS) zurückgreifen, das im Bereich der Updates um einiges unkomplizierter und schneller ist als der direkte Konkurrent.

Fazit: Es fällt auf, dass bei Google Android andere Probleme vorherrschend sind als beispielsweise beim Apple iOS, wobei die Probleme des Android OS um einiges ärgerlicher sein können. Denn durch die immer neuen Updates wird man quasi dazu getrieben, innerhalb weniger Monate wiederholt neue Smartphones zu kaufen, da die „älteren“ Modelle nicht mehr von den Herstellern unterstützt werden.

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die einzelnen Hersteller (vor allem Samsung, LG, Motorola und HTC) immer mehr versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen, sodass das aktuell beste Smartphone jeweils nur für kurze Zeit an der Spitze steht. Wer zu jeder Zeit die beste Leistung geboten bekommen möchte, für den könnte es mit dem Android OS durchaus sehr kostspielig werden.

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