Wenn man einen Mobilfunkvertrag abschließt, dann sollte man natürlich vorab darauf achten, ob der gewählte Tarif zu den eigenen Ansprüchen bzw. dem eigenen Nutzungsverhalten passt. Sollte dem nicht so sein, dann läuft man Gefahr, sich unnötige Kosten aufzubürden, die man mit einfachen Mitteln vermeiden kann. Welche Kostenfallen in Verbindung mit einem Vertragstarif lauern, das wird im Folgenden erläutert.

Falle 1: fehlende Tarifoptionen

Das erste Problem lauert in fehlenden Tarifoptionen – insofern man viele SMS verschickt und keine SMS Flatrate gebucht hat bzw. buchen kann, belaufen sich die Kosten innerhalb eines Monats auf einen höheren Betrag als es mit einem Fixpreis für eine SMS Flatrate der Fall wäre. Wenn man einen Prepaid Tarif nutzt, dann sollte man vorab darauf achten, dass die passenden Optionen für eine Buchung zur Verfügung stehen.

Sollte man dagegen einen Vertrag abschließen, dann muss unbedingt vor dem Abschluss ein Vergleich des eigenen Nutzungsverhaltens mit den verfügbaren Tarifen stattfinden. Denn in einen günstigeren Vertrag (z.B. mit Flatrate) kann man innerhalb der Laufzeit nicht wechseln, lediglich eine Aufstockung des eigenen Vertrages ist möglich, aber im Endeffekt wieder mit höheren Kosten verbunden.

Falle 2: Postpaid statt Prepaid

Für den Fall, dass man keinen Vertrag abschließen möchte, bleibt noch die Wahl zwischen einem Prepaid und einem Postpaid Tarif. Wer immer die volle Kostenkontrolle haben möchte, der sollte in jedem Fall zu einem Prepaid Tarif greifen, schließlich kann man in Zusammenhang mit diesem nicht mehr Geld für Mobiltelefonie ausgeben, als man vorab auf das eigene Prepaid Konto geladen hat.

Bei einem Postpaid Tarif besteht die Gefahr, dass man zum Beispiel eine intensive Internetnutzung hat, ohne eine Flatrate gebucht zu haben. Demnach würden bei einer mehrtägigen Nutzung hohe Kosten anfallen, von denen man erst dann erfährt, wenn man die Abrechnung für den letzten Nutzungsmonat bekommt. Deshalb gilt: vorab alle wichtigen Klauseln lesen!

Falle 3: keine echten Flatrates

Natürlich ist es auch möglich, dass man keine Flatrates zur Verfügung gestellt bekommt und dementsprechend auf die Einheitspreise für Telefonate, SMS-Nachrichten und mobile Datenverbindungen zurückgreifen muss. Wenn etwa der mobile Zugang zum Internet relativ kostspielig (z.B. 49 Cent pro verbrauchtes Megabyte) ist, dann könnte sich im Laufe eines Monats ein hoher Betrag an Kosten aufbauen, den man mit einer Flatrate vermeiden könnte.

Darüber hinaus gibt es auch Tarife, die zwar auf den ersten Blick wie eine Flatrate aussehen, aber keine echten Flatrates sind. Etwa dann, wenn man die ersten 100 MB Datenvolumen für einen Fixpreis bekommt, danach aber den üblichen Tarif für mobile Datenverbindungen bezahlen muss und nicht weiß, dass dem so ist. Hierbei liegt die Gefahr darin, dass man einen Dienst zu intensiv nutzt, in dem Glauben, man würde eine Flatrate besitzen und letztendlich überrascht werden, wenn man die Rechnung zugesandt bekommt.

Fazit: Insofern man sich an die genannten Tipps hält und vor der Buchung eines Mobilfunktarifes prüft, welcher Tarif wirklich zum individuellen Verhalten passt, kann man mit Sicherheit viel Geld im Laufe der Mindestlaufzeit des Vertrages einsparen. Schließlich wäre es verschenktes Geld, wenn man die falschen Optionen wählt und somit jeden Monat einen zu hohen Betrag überweisen muss.

Auch sollte man darauf Acht geben, dass man nicht zu viele Optionen bucht, die man gar nicht benötigt. Beispielsweise reicht den meisten Smartphone-Nutzern eine mobile Datenflatrate mit 200 MB Inklusivvolumen aus, auch wenn 1 GB Datenvolumen natürlich verlockend klingt. Monatlich würde man in diesem Beispiel bei den meisten Anbietern 5 Euro mehr zahlen als nötig, weshalb sich leicht erkennen lässt, dass man mit der richtigen Einschätzung trotz Sparsamkeit die ideale Leistung bekommen kann.

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