Seit dem das neue Apple iPad offiziell vorgestellt worden ist, gab es viele Diskussionen um dessen Ausstattung, wobei insbesondere der LTE-Chip hat für Aufregung gesorgt, denn dieser spielt seine Stärken nur in den USA komplett aus. In Deutschland dagegen funktioniert der LTE-Chip leider nicht wie gedacht.

LTE mit dem neuen iPad: Nur in den USA auf LTE-Niveau

In den USA und in Deutschland werden unterschiedliche Funkfrequenzen genutzt werden, was an sich eigentlich noch kein Problem darstellt. Immerhin gibt es durchaus LTE-Chips, die die verschiedenen Frequenzen unter einen Hut bringen und für den Nutzer auch entsprechend anbieten können.

Nur setzt Apple beim neuen iPad lediglich auf einen LTE-Chip, der nur mit den Funkfrequenzen der USA kompatibel ist, was dafür sorgt, dass der LTE-Standard in Deutschland nicht in Verbindung mit dem neuen Apple iPad geboten werden kann. Dass sich viele Kunden darüber beschweren, das ist nicht unbedingt verwunderlich.

Immerhin setzt man bei Apple in Deutschland nicht auf Werbung in Bezug auf die LTE-Geschwindigkeiten, lediglich schnelleres Internet wird versprochen. Dass das der Wahrheit entspricht, das ist in der Tat so, dennoch wäre es natürlich schöner gewesen, hätte Apple den LTE-Standard auch nach Deutschland gebracht.

In Deutschland zumindest HSPA+ im Bereich des Möglichen

Zumindest bietet das neue iPad in Deutschland Übertragungsgeschwindigkeiten auf HSPA+-Niveau, sodass man immerhin ein schnelleres Internet geboten bekommt als noch mit dem Apple iPad 2 zum Beispiel. Trotzdem ist die Integration eines LTE-Chips eine der wichtigsten Änderungen beim neuen iPad, die deutschen Nutzern zum Großteil verwehrt bleibt.

Natürlich sind die LTE-Netze in Deutschland noch lange nicht so ausgebaut wie es in den USA der Fall ist, doch Mobilfunkanbieter wie die Telekom oder Vodafone sorgen dafür, dass der Ausbau vorangetrieben wird und man in Zukunft auf den LTE-Standard innerhalb Deutschlands zugreifen kann. Mit dem aktuellen iPad-Modell wird dies aber wohl nicht möglich sein.

Lediglich ein kleines Schlupfloch existiert für Apple noch, und zwar heißt es, dass das Unternehmen aus Cupertino eventuell im Laufe des Jahres noch ein LTE-Modell des neuen iPads auf den Markt bringen wird, das auch mit den Funkfrequenzen in Europa bzw. Deutschland kompatibel ist. Als sicher gilt der Release dieses Devices aber auf keinen Fall.

Fazit: Einerseits kann man Apples Entscheidung verstehen, dass man sich insbesondere auf den Markt der USA konzentriert hat, denn immerhin ist der LTE-Standard dort um einiges weiter als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Andererseits ist es aber auch schade, dass Apple die europäischen Kunden um die Möglichkeit von LTE-Surfgeschwindigkeiten bringt.

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