Die beiden Social Media Plattformen „Wer Kennt Wen“ und „Lokalisten“ haben vor kurzem eigene Mobilfunktarife auf den Markt gebracht, mit denen sie den Markt der Mobilfunk Discounter auf den Kopf stellen und sich Marktanteile schaffen wollen. Andere Communitys könnten in Zukunft ebenfalls eigene Handtarife auf den Markt bringen, weshalb sich ein genauerer Blick auf die Vor- und Nachteile eines solchen Handytarifes lohnt.

Die Vorteile

Auf der Haben-Seite der Mobilfunktarife der Social Media Plattformen sind ganz klar die Preise, die für eine SMS bzw. eine Minute verlangt werden. 12 Cent (Lokalisten) bzw. 15 Cent (Wer Kennt Wen) sind keinesfalls zu viel verlangt, auch wenn es natürlich noch günstiger geht, zum Beispiel bei discoTEL mit 7,5 Cent oder bigsim / maxxim repaid mit 8 Cent pro Minute.

Als Benutzer des jeweiligen Netzwerks kann es aber dennoch ein Vorteil sein, sich für den Mobilfunktarif eines Social Netzwerks zu entscheiden, da in diesem meist kostenfreier und unbegrenzter Zugang zum mobilen Internetportal des Netzwerks integriert sind. Surft man also auch unterwegs viel auf Lokalisten.de oder Wer Kennt Wen.de, dann kann der Tarif wirklich gelegen kommen. Darüber hinaus sind die Kosten der Anschaffung einer solchen Prepaid SIM Karte sehr gering, sehr viel günstiger wird man nur selten eine SIMKarte erhalten können. Vor allem im Vergleich zu den ganz großen Anbietern sind die Tarife der Mobilfunk Discounter der Social Media Plattformen relativ günstig.

Auch im Bereich der Bezahlung können die Netzwerke punkten, es ist möglich via Post- oder Prepaid Verfahren zu bezahlen, was die Tarife an sich sehr flexibel macht. In diesem Punkt stehen die Tarife der sozialen Netzwerke ihren Discounter Pendants in Nichts nach und wissen zu überzeugen.

Positiv für die Portale ist vor allem, dass sie direkt auf ihre „Kunden“ zugehen können um ihre Mobilfunktarife zu vermarkten. Denn die Werbeeinblendungen im Portal selber dürften nur die wenigsten Menschen übersehen können. Und mit den diversen Vorzügen der Tarife wird besonders jüngeren Kunden und Vielbenutzern der Portale die Anschaffung einer SIM Karte schmackhaft gemacht.

Die Nachteile

Wenn man nicht wirklich viel auf den Internetseiten des jeweiligen Netzwerks verbringt, dann lohnt es sich meist nicht, sich dennoch für den Tarif dieses zu entscheiden. Denn SMS und Gespräche gibt es bei anderen Mobilfunk Discountern noch eine Ecke günstiger als bei Wer Kennt Wen, Lokalisten, etc. weshalb sich der Vergleich zu diesen vor dem Erwerb einer SIM Karte lohnt.

Zudem sind mögliche Optionen wie eine Flatrate für Festnetztelefonate kein Standard bei den Social Media Plattformen, was für den einen oder anderen Kunden durchaus unattraktiv sein kann. Denkbar ist aber dennoch, das dort in Zukunft nachgelegt wird, falls das Modell Social Media Mobilfunk Discounter Erfolg hat.

Das Fazit

In Zukunft dürfte man damit rechnen, dass noch weitere Social Media Plattformen eigene Tarife für den Mobilfunk auf den Markt bringen und sich damit in Konkurrenz zu den bisherigen Mobilfunk Discountern stellen. Zum Beispiel ist das studiVz bzw. meinVz ein guter Anlaufpunkt für viele junge Leute, die sich auch für den Mobilfunk interessieren und in ihrer Freizeit eine SMS nach der anderen versenden.

Und da liegt auch der große Vorteil der Social Media Plattformen, man hat seine potentiellen Kunden direkt vor der Nase und kann nach deren Wünschen Tarife zusammenstellen, die dann den Erfolg einfahren.

Mit diesem Prinzip dürften die Social Media Plattformen einen Erfolg haben, der sich auf die Anzahl der Mitglieder des jeweiligen Netzwerks beschränkt, da ein flächendeckender Erfolg bei einer Begrenzung auf eine Website sehr schwierig zu gestalten sein dürfte. Als Einnahmequelle neben den Werbeeinblendungen auf der Website selbst dürften die Mobilfunktarife aber dennoch zu nutzen sein.

VN:F [1.9.20_1166]
Bewerten Sie die Seite:
Rating: 8.6/10 (13 votes cast)

Neue Handytarife bei Social Media Plattformen, 8.6 out of 10 based on 13 ratings