Vor ein paar Monaten haben Nokia und Microsoft mit der Entscheidung überrascht, eine Kooperation schließen zu wollen, die sich auf den Bereich der Smartphones bezieht. So wird Nokia in Zukunft voll und ganz auf das Microsoft-OS Windows Phone 7 setzen, das bisher noch kein großer Erfolg ist.

Das soll sich aber durch die Kooperation mit Nokia verändern, denn sowohl Nokia als auch Microsoft erhoffen sich mehr Marktanteile durch die Partnerschaft. Demnach wird Microsoft die Software bereitstellen, wohingegen Nokia mit den entsprechenden Smartphone-Modellen aufwarten kann.

Variante 1: Viel Erfolg für Microsoft und Nokia

Bei Nokia scheint man sich aber schon Gedanken gemacht zu haben, was im Falle eines Misserfolgs passiert. Doch zunächst einmal zum Szenario, das man sich sowohl bei Microsoft als auch Nokia wünscht: die Kooperation verläuft erfolgreich und beide Unternehmen können ihren Stand im mobilen Segment stark verbessern.

Um aber den nötigen Erfolg erreichen zu können, müsste Microsoft mit Windows Phone 7 deutlich an Marktanteilen zulegen können, das bislang rund 4 Prozent auf sich vereint und dementsprechend Luft nach oben besitzt. Für Nokia müsste die Weltmarktführerschaft im gesamten mobilen Bereich gesichert werden, wobei Samsung dem finnischen Konzern dicht auf den Fersen ist.

Variante 2: Kein Erfolg, Microsoft kauft Nokias Smartphone-Sparte

Nun aber zu den Szenarien, bei denen die Kooperation ohne Erfolg verläuft. Bei Nokia rechnet man damit, dass im Falle des Nichterfolgs ein Angebot von Microsoft für das gesamte Smartphone-Segment eingehen würde, sodass man sich bei Nokia künftig darauf fokussieren dürfte, im Handymarkt aktiv zu sein, den man noch in der Hand hat.

Microsoft würde demnach alles selbst in die Hand nehmen und sowohl Hard- als auch Software entwickeln. Ob das allerdings von Erfolg gekrönt sein kann, das bleibt fraglich, denn die bisherigen Versuche, Hardware zu entwickeln, sind eher weniger erfolgreich gewesen, gute Beispiele sind hierbei das Kin One und das Kin Two.

Variante 3: Kein Erfolg, Nokia setzt auf Google Android

Die dritte Option für Nokia wäre das, was Experten bereits vor dem Deal mit Microsoft als sehr wahrscheinlich angesehen hatten. Nämlich der Einsatz des Google Android OS auf den kommenden Nokia-Smartphones, da dieses auf dem besten Wege ist, das meistgenutzte mobile Betriebssystem weltweit zu werden und entsprechend interessant für Nokia sein dürfte.

Bei diesem Szenario wäre Nokia sehr wahrscheinlich durchaus erfolgreich, für Microsoft dagegen könnte es das Ende des Engagements auf dem mobilen Markt bedeuten. Denn wenn der Erfolg nicht mit Nokia kommt und man auch dessen Smartphone-Sparte nicht kaufen möchte, dann dürfte es schwer für den Konzern aus Redmond werden, Fuß auf dem Smartphone-Markt zu fassen.

Fazit: Wenn man die drei Varianten betrachtet, dann wird Nokia so gut wie in jedem Fall als Gewinner aus der Sache herausgehen, denn entweder man bekommt Geld durch den Verkauf von vielen Smartphones oder durch den Verkauf durch das gesamte Smartphone-Segment an Microsoft, das die aktuellen Pläne dann alleine weiterführen würde.

Sollte keiner dieser beiden Fälle eintreffen, dann verspricht auch das Setzen auf das Google Android OS viel Erfolg, zumal die Nokia-Smartphones keineswegs schlecht sind und dank der niedrigen Preise durch die Verbindung mit Google Android viele Kunden ansprechen dürften, die nicht allzu viel Geld investieren wollen.

VN:F [1.9.20_1166]
Bewerten Sie die Seite:
Rating: 8.5/10 (22 votes cast)

Neue Kooperation von Nokia und Microsoft im Smartphone Bereich, 8.5 out of 10 based on 22 ratings