In der heutigen Zeit sind alle möglichen Arten von Flatrates möglich, es gibt SMS Flatrates, Festnetz Flatrates und natürlich auch UMTS Flatrates, mit denen man unbegrenzt auf das mobile Internet zugreifen kann. Diese Möglichkeit ist per se natürlich ein großer Vorteil der heutigen Zeit, dennoch gibt es noch einige Probleme, die in Verbindung mit dem mobilen Internet stehen und die erst nach und nach gelöst werden müssen.

Problem 1: langsames Internet von unterwegs

Eines der Hauptprobleme des mobilen Internets ist die Verfügbarkeit bzw. die Geschwindigkeit des mobilen Datennetzes. In vielen ländlichen Gebieten ist das mobile Internet via UMTS nicht verfügbar und wenn doch, dann meist stockend und sehr langsam.

Von Geschwindigkeit auf HSPA-Niveau mit bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde kann man in diesen Gegenden höchstens träumen, was in den Großstädten ganz anders aussieht. So testet o2 im Moment eine Verbindung mit bis zu 28 Mbit pro Sekunde, wenn auch vorerst nur in München. Die Lösung des Problems wäre ein erweiterter Ausbau der mobilen Datennetze, der von den großen Vier (Telekom, E-Plus, Vodafone und o2) bereits betrieben wird, wobei erste Teilerfolge bereits jetzt zu sehen sind. Dennoch muss sich an der Verfügbarkeit des mobilen Internets auf konstant hohem Niveau noch einiges tun, bevor man in ländlichen Gegenden an die Buchung einer UMTS Flatrate mit 3G denken kann.

Problem 2: Drosselung ab bestimmtem Volumenverbrauch

Das zweite Problem des mobilen Internets ist die strikte Drosselung, die viele Mobilfunkanbieter und auch Prepaid Discounter verwenden, um mobile Surfer davon abzuhalten, das schnelle mobile Internet permanent für große Downloads oder Videostreaming zu verwenden. Ein hohes Datenaufkommen bedeutet natürlich mehr Kosten für den Mobilfunkanbieter, allerdings ist die Lösung der Drosselung für viele Kunden störend.

Vor allem, da die Drosselung meist bei einem Volumen von 200 bis 300 Megabyte einsetzt, die man selbst mit normalem Surfverhalten schnell erreicht hat und dann von HSPA- auf GPRS-Niveau gedrosselt wird. Und mit einem langsamen mobilen Internet macht das Surfen gleich viel weniger Spaß.

Ein gutes Vorbild für viele Mobilfunkanbieter sind Prepaid Discounter wie Fonic oder blau.de, die bei ihren iPad Tarifen beispielsweise erst ab 5 Gigabyte Volumen pro Monat drosseln und zugleich noch niedrige Preise anbieten. Wenn sich eine solche Grenze generell durchsetzen würde, dann hätten viele Kunden auch mehr Spaß am Surfen vom Smartphone oder Tablet PC aus.

Problem 3: UMTS Flatrates vergleichsweise teuer

Problem Nummer drei bezieht sich auf den Preis der mobilen Datenflatrates, der im Vergleich zu DSL Flatrates für viele Kunden zu hoch ist. Für 15 bis 20 Euro monatlich bekommt man schon eine DSL Leitung mit 20 Mbit pro Sekunde zur Verfügung gestellt, was ein guter Wert ist, den man für vergleichsweise wenig Geld bekommen kann.

Vergleicht man eine UMTS Flatrate mit bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde (die tatsächlich erreichten Werte liegen meist weit darunter) mit einer solchen DSL Flatrate, dann fällt schon in puncto Leistung ein großer Unterschied auf. Für diesen Unterschied wird dann aber kein günstigerer Preis angeboten, sondern man surft in den meisten Fällen (zum Beispiel mit Maxxim Data) für ca. 20 Euro pro Monat im mobilen Internet.

Hier sollten die Mobilfunkanbieter versuchen, ihre Kunden ein wenig günstiger in das mobile Internet zu lassen, da die erreichten Geschwindigkeiten im Vergleich zum Preis nicht an die Werte von Preis und Leistung einer DSL Flatrate heranreichen.

Fazit: Obwohl das mobile Internet bereits heutzutage dabei hilft, das Leben in vielen Situationen zu erleichtern, so gibt es dennoch den einen oder anderen Mangel, den die Mobilfunkanbieter in Zukunft versuchen sollten auszumerzen. Geschieht das, dann macht das Surfen im mobilen Internet gleich noch mehr Spaß als sowieso schon.

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