Wer von einem Vertragstarif aus seine Nummer in einen neuen Prepaidtarif überführen will, sollte beachten, dass der neue Anbieter die Portierung überhaupt erstmal ermöglichen muss. Zwar ist das bei Handy Vertrags-Tarifen kein Problem, schon eher Probleme gibt es bei einigen Prepaid-Anbietern (u.a. bei E-Plus und 02), auch wenn immer mehr Unternehmen die Portierung hin zu sich ermöglichen. Um eine Rufnummernmitnahme erfolgreich und übergangslos zu gestalten, muss erstmal der Vertrag durch den Kunden selbst gekündigt werden und der Portierungwunsch ausdrücklich vermerkt werden. Ebenso sollte der Wunsch zur Portierung dem zukünftigen Anbieter schon beim Antrag oder beim Kauf und der Registrierung eines Prepaidproduktes mitgeteilt werden.

Zum Teil bieten die Prepaid Tarif Anbieter sogar einen extra Bonus bei einer Rufnummernmitnahme an. Simyo bietet z.b. zur Zeit einen Bonus von 50,- Euro bei einer Rufnummermitnahme. Der Prepaid Anbieter Simply zahlt 10,- Euro Bonus und auch Blau.de gewährt Neukunden einen extra Startguthaben Bonus bei einer Prepaid Rufnummernmitnahme an. Auch bei dem Telekom Mobilfunk-Discounter Congstar ist jetzt eine Rufnummermitnahme möglich. Der neue 9 cent Congstar Tarif sowie die Handyflatrate Angebote von Congstar bieten jetzt die Möglichkeit einer Rufnummernportierung. Hier gibt es 25,- € extra Startguthaben für alle Congstar Neukunden die sich für eine Rufnummernmitnahme entscheiden.

Also sollte man sich beim zukünftigen Anbieter informieren, denn wie oben erwähnt wird die Nummer immer freigegeben, doch nicht immer wird eine „Import“ der Nummer akzeptiert. Wichtig sind die Fristen, denn die Portierung kann frühestens vier Monate vor Ende des bestehenden Vertragsverhältnisses und bis zu einem Monat nach Ende des Vertragsverhältnisses offiziell beantragt werden. Am besten beantragt man die Portierung zwei bis vier Wochen vor Vertragsende, denn bei einem rechtzeitigen Auftrag zur Rufnummernmitnahme, kann so ein Umschalten der Nummer auf den neuen Anbieter direkt nach Vertragsende gewährleistet werden.

Die wirkliche technische Portierung und Umschaltung auf die Simkarte des neuen Anbieters passiert dann an einem per SMS mitgeteilten Termin, frühestens jedoch immer erst nach Ende des alten Vertragsverhältnisses. In aller Regel ist der Nutzer nach wenigen Stunden mit seiner alten Nummer unter neuen Bedingungen am Start, vergleichbar mit der Zeit, die die Freischaltung eines beliebigen neuen Prepaid Starterpaketes braucht.

Rufnummernmitnahme / Portierung vom Prepaid zu Prepaid

Die Mitnahme der eigenen Rufnummer von einem Prepaid Anbieter zum anderen gestaltet sich etwas anders, unabhängig davon, dass wie gesagt einige der Prepaid Discounter die Entgegennahme der Nummer gar nicht anbieten. So muss also der zukünftige Mobilfunkanbieter die Portierung ermöglichen und der bisherigen Prepaid Anbieter verlangt eine Verzichtserklärung für bestehendes Guthaben. Die Portierungsgebühren und eventuelle Freischaltgebühren für ein eventuell vorhandenes SIM-Lock werden vom Guthaben abgezogen, welches zum Zeitpunkt der Portierung dieser Kosten entsprechend hoch genug sein muss. Dies gilt nicht für die Lastschrift und Postpaid Prepaidtarife. Die Portierung zu einem anderen Tarif des eigenen Anbieters, also von Prepaid in ein Vertragsverhältnis, ist meistens kostenlos, eventuell bestehendes Guthaben kann hier, da es in diesem Falle nicht verfällt, in den Vertragstarif mit portiert werden.

Problematisch kann die Portierung für Kunden mit SIM-Lock Handys werden, die von einem Prepaid-Anbieter zu einem anderen Anbieter wechseln. Das SIM Lock sperrt ein subventionierte Handy meist für andere SIM Karten. Diese Sperre kann nach zwei Jahren kostenlos aufgehoben werden, vorher kostet das meistens so um 100 Euro, die dann auch per Guthaben abgezogen werden. Eine bereits vorhandene Festnetznummer kann auch zum Beispiel anstelle einer ansonsten neu zugeteilten Nummer für eine Homezone mitgenommen werden. Allerdings übernimmt der neue Anbieter dann die Kündigung selber.

Die Portierung einer Rufnummer ist eigentlich ganz einfach. Man sollte doch an die Fristen halten, die Daten genau prüfen und angeben. Mit ca. 25 Euro ist man bei den meisten Anbietern dabei. Das Recht auf Rufnummernmitnahme wird einem zwar nicht überall super bequem gemacht, aber auch nie verwehrt. Nur die „In“-portierung der Nummer kann einem der gewünschte Anbieter verweigern. In diesem Falle sollte man sich nochmal genau informieren, welches Angebot einem dann eher zusagt.


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