Sehr vielen Mobilfunkanbietern ist das aktuellste Vorhaben der EU-Kommissarin Viviane Reding ein Dorn im Auge, viele darunter erheben sogar schwerwiegende Proteste: Die EU plant nämlich, genau wie bei bereits bei der Preisbildung für Auslandstelefonate, nun auch Höchstpreise für das Versenden von Auslands-SMS einzuführen.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als die EU die so genannten Roaming-Telefonate für das Mobiltelefon gesetzlich bestimmten und somit dem Verbraucher durch eine Senkung bei den meisten Anbietern entgegen kam. Die Durchsetzung und die Einführung ließen sich damals ohne größere Probleme realisieren.

Bei den SMS ins Ausland zahlt man Providerabhängig, meist das 3 bis 15 –fache vom Preis einer Inlands-SMS. Laut Reding stehe noch kein konkreter Richtpreis fest, wird aber zwischen 11 und 15 Cent liegen. Weiter erklärte die Kommissarin für Mobilfunk, dass die tatsächlichen Kosten für das Mobile surfen im Ausland, nach Statistiken von Mobilfunkkonzernen, nicht ein Mal einen Euro pro Mbyte kosten würde. Die Preis hierfür reiche aber in manchen EU-Staaten nicht selten von 8- 12 Euro für ein Megabyte an Datenmenge.

Pro Jahr werden nach aktuellen Erkenntnissen rund 200 Milliarden Kurznachrichten Europaweit verschickt, davon gelten 2,6 Mrd. als grenzübergreifend.

Der Vorschlag von Frau Reding befindet sich derzeit noch in der Prüfung des EU-Parlaments. Erwartet wird das neue Gesetz, bei Zustimmung, noch vor den Europawahlen im Juni nächsten Jahres.

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Auslandsversand von SMS wird deutlich günstiger, 8.7 out of 10 based on 15 ratings